Woher kommt der Name Monatsfeier?

Alle öffentlichen Monatsfeiern im Schuljahr 2018/19:

06. Oktober 2018
incl. Tag der offenen Tür

08. Dezember 2018

23. März 2019

25. Mai 2019
incl. Tag der offenen Tür

Bitte schalten Sie aus Respekt vor der Leistung Ihrer Kinder Ihre Mobiltelefone aus. Nutzen Sie die kurzen Pausen zwischen den Darbietungen für das Verlassen oder Betreten des Saales. Nehmen Sie bitte keine Getränke mit in den Veranstaltungsraum.

DANKE!

Seit der Begründung der ersten Waldorfschule im Jahr 1919 sind Monatsfeiern ein fester Bestandteil an jeder Waldorfschule. Es gab zu dieser Zeit im württembergischen Schulgesetz eine Regelung, nach der an jedem ersten Montag im Monat schulfrei war. Rudolf Steiner regte an, diesen Tag für eine Schulfeier zu nutzen. Die Schüler sollten sich gegenseitig das im Unterricht erarbeitete zeigen.

Mittlerweile haben sich die Schulgesetze so geändert, dass es zwar keinen schulfreien Montag, dafür aber überwiegend schulfreie Samstage gibt. An diesen finden in unserer Schule nicht mehr monatlich, sondern in der Regal 4 x jährlich eine öffentliche Monatsfeier statt. Am Freitag davor versammeln sich alle Klassen im Pavillon der Schule und zeigen sich gegenseitig, was sie erarbeitet haben.

Die Monatsfeier einer Waldorfschule ist ein hervorragend geeignetes Übungsfeld für das Interesse an den Mitschülern und somit an den Mitmenschen überhaupt. Die Älteren lächeln, wenn sie in den Darbietungen der unteren Klassen Motive wiedererkennen, mit denen sie selber einst gearbeitet haben. Die Jüngeren empfinden vor den Leistungen der höheren Klassen manchmal wirklichen Respekt und erfahren dabei, dass auch sie einmal diese Dinge können werden. Für die Großen ist die Monatsfeier vor allem eine Rückschau, für die ganz Kleinen eine Vorschau. Für die Schüler der Mittelstufe ist sie beides zugleich. Für jeden einzelnen Schüler stellt ein Auftritt gewisse Anforderungen, die bewältigt sein wollen und die wiederum ermutigen, wenn sie gemeistert werden.

Auch für die Lehrer stellt die Monatsfeier eine Herausforderung dar. Wenn die Beiträge geplant werden, ist manchmal kaum abzuschätzen, wie weit die Klasse im gemeinsamen Übungsprozess voranschreiten kann. Wird das Geübte gelingen? Wie viel Werkstattcharakter darf es haben? Bringt vielleicht ein Einzelner die ganze Gruppe durcheinander? Einer gelungenen Aufführung sieht man die Hürden, die überwunden werden mussten nicht an. Andererseits bietet eine Aufführung einen nicht zu unterschätzenden Ansporn, denn die Kinder, besonders die jüngeren, freuen sich sehr, wenn sie zeigen dürfen, was sie gelernt haben. Manchmal kann man als Lehrer nur staunen, wie einzelne Schüler regelrecht über sich hinauswachsen oder wie eine ganze Klasse gemeinsam einen Schritt vorwärts geht.

Im Alltag einer Schule gibt es wohl kein besseres Mittel, die Schüler, Eltern, Lehrer und Gäste über das tägliche Leben in den verschieden Klassen zu informieren, als gerade die Monatsfeier. Als Eltern freut man sich in der Regel, die eigenen Kinder innerhalb ihrer Klasse zu erleben. Gleichzeitig kann man einen Eindruck gewinnen von dem, was an der Schule lebt. Dadurch, dass fast alle Fächer einen Einblick in ihre pädagogische Arbeit gewähren, stellen Monatsfeiern für die Schule eine besondere Möglichkeit dar, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.